Gesprächsführung

Nur wer die hohe Kunst der Gesprächsführung beherrscht, kann im Berufsleben eine steile Karriere hinlegen. Dabei spielt es keine Rolle, ob du Angestellter oder Selbständiger bist. Natürlich gibt es Menschen, die von Natur aus exzellent kommunizieren können. Für alle anderen empfiehlt es sich, gewisse Techniken zu lernen.

Allgemeine Tipps zur Gesprächsführung

Zunächst möchte ich dir gerne allgemeine Tipps mit auf den Weg geben. So banal sie manchmal klingen, so schnell können diese aber in Vergessenheit geraten. Der Grundstein einer erfolgreichen Gesprächsführung ist ein offener, ehrlicher und höflicher Umgang. Dabei solltest du deinen Gesprächspartner immer ernst nehmen und ihm zuhören. Das Gespräch kannst du fördern, indem du Fragen stellst. So signalisiertet du deinem Gegenüber Interesse.

Sicher denkst du nun, das ist eine Selbstverständlichkeit. Tatsächlich passiert aber leider oft das Gegenteil. Das Gegenüber fühlt sich missverstanden und ignoriert.

Um ein positives und konstruktives Gesprächsklima zu schaffen, solltest du also dein Gegenüber nicht nur kritisieren, sondern positive Formulierungen verwenden. Möchtest du beispielsweise Probleme mit deinem Chef bewältigen, solltest du versuchen deine Äußerungen positiv und sachlich vorzutragen. Andernfalls könnte sich dein Chef angegriffen und missverstanden fühlen. Dabei solltest du auch darauf achten, Vorwürfe zu vermeiden, aber dennoch klar zu formulieren, was du möchtest.

Die häufigsten Fehler in Gesprächen

Der wohl häufigste Fehler in einem Gespräch ist das aneinander vorbei reden. Es wird zwar viel geredet, aber im Endeffekt versteht keiner, was der andere eigentlich sagen will. Diese Situation kommt häufig zustande, wenn jeder nur seine eigene Position klar machen will, aber nicht auf sein Gegenüber eingeht.

Auch können Vorurteile das Gespräch negativ beeinflussen. Statt aneinander vorbei zu reden, beharren hier beide Gesprächspartner auf den eigenen Standpunkt. Die Meinung des Gegenübers wird dabei weder hinterfragt, noch akzeptiert. In dieser Situation ist eine Meinungsverschiedenheit oder gar Streit vorprogrammiert. Viele Gespräche oder auch Meetings nehmen diesen Verlauf, die keinen Moderator haben. Gesprächsführung bedeutet im Falle des Moderators nicht, das gesamte Gespräch an sich zu reißen, sondern vielmehr das Gespräch subtil zu Lenken.

Ein weiterer Fehler in der Gesprächsführung, ist das Abschweifen vom Wesentlichen. Nicht selten schweifen Gespräche von dem eigentlichen Thema ab, wenn einem der Gesprächsteilnehmer die Argumente ausgehen. 

Praxistipps für eine erfolgreiche Gesprächsführung

Um dir zukünftige Gespräche oder Meetings zu erleichtern, möchte ich dir ein paar ausgewählte Praxistipps mit auf den Weg geben.

Vorbereitung ist alles: Ausreichende Vorbereitung ist für eine gute Gesprächsführung das A und O. Wer keine Ahnung hat, wer das Gegenüber ist oder was überhaupt das Thema des Gesprächs sein soll, wird einen dementsprechend schlechten Eindruck bei den anderen Gesprächsteilnehmern hinterlassen.

Bestimme deine eigenen Ziele für das Gespräch oder Meeting. Was möchtest du erreichen oder herausfinden? Was könnte passieren, wie könntest du in gewissen Situationen reagieren?

Die Vorbereitung sollte ausführlich genug ausfallen, um einen professionellen Eindruck zu hinterlassen.

Ziele im Auge behalten: Die Ziele, welche du dir in der Vorbereitung auf das Gespräch gesteckt hast, solltest du während des Gesprächs immer vor Augen haben. Hast du deine Ziele vor Augen, kannst du frühzeitig genug eingreifen, sollte das Gespräch in eine falsche Richtung abdriften.

Stelle die richtigen Fragen: Durch geschickte Fragen, die du dir bereits während deiner Vorbereitung notiert hast, kannst du das Gespräch lenken. Außerdem zeigst du damit dein Interesse an dem genannten Punkt. Fragen fördern den Informationsaustausch und tragen zum gegenseitigen Verständnis bei.

Führe einen Dialog: Eine gute Gesprächsführung ist nichts Einseitiges. Hast du das Gefühl, kaum etwas zum Gespräch beizutragen, werde aktiv. Anders herum, wenn du bemerkst, dass du zu viel über dich selbst redest, gib deinem Gegenüber die Chance, selbst zu Wort zu kommen. Nur wenn sich beide Seiten einbringen, entsteht ein vernünftiger Dialog.

Fasse das Gespräch zusammen: Um dein Gespräch oder Meeting abzuschließen, eignet sich immer eine Zusammenfassung über die Kernpunkte des Gesprächs. Die Zusammenfassung am Ende des Gesprächs verhindert Missverständnisse, die vielleicht sonst unentdeckt geblieben werden. Außerdem können so abschließend die Punkt zusammengetragen werden, auf die sich geeinigt wurden.

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